ALCINA

Die Haarwurzel

Die Haarwurzeln (Bulbus) sind hochaktive Zellgewebe und beanspruchen den größten Teil der Energie in der Haut. Wenn man alle Kopfhaare hintereinander legt, so wächst das Haar 1,6 m pro Stunde! Wegen dieser enormen Leistung müssen sich die Haarwurzeln in bestimmten Zeitabständen ausruhen. In dieser Ruhephase (Telogen) fällt das Haar normalerweise aus, um in der anschließenden neuen Wachstumsphase (Anagen) aus den Keimzellen neu zu wachsen. Ebenso wie in der Oberhaut sind in der Haarwurzel neben den Faserzellen (Keratinocyten) auch Pigmentzellen (Melaninocyten) enthalten. die Pigmentzellen Die Pigmentzellen der Haare enthalten aber – im Gegensatz zu denen der Haut – zwei verschiedene Pigmenttypen: das braunschwarze Eumelanin und das rötliche Phäomelanin. Aus dem Mischungsverhältnis der beiden Melanine ergibt sich die Naturhaarfarbe (vom nordischen Blond über irisches Rot bis zu mediterranem Schwarz). Das Phäomelanin ist sehr widerstandsfähig und die Ursache des Gelbschimmers bei Blondierungen nach zu kurzer Einwirkzeit.